Samstag, 18. März 2017

Hörbuch-Rezension - Wir zwei in fremden Galaxien von Kate Ling

Cover: Rubikon
Erschienen: Februar 2017
Ausgabe: Hörbuch
Dauer: 515 Minuten
ISBN: 978-3-945986-41-7
Buch: 17,00 EUR
Hier geht es zur Seite von Rubikon





Die 17-Jährige Seren liebt auf dem Schaumschiff Ventura. Ihre Ur-Großmutter hat tatsächlich die Erde noch gesehen, alle nachfolgenden Generationen kennen nur das Raumschiff. Seren steht kurz vor dem Schulabschluss und erfährt nun, welchem Beruf sie nachgehen und welcher Lebenspartner ihr zugewiesen wird. Leider ist sie mit der Wahl alles andere als glücklich und als sie dann noch einen anderen kennen lernt und sich verliebt, scheint die Katastrophe unausweichbar...


Seren ist 17 und sehr unglücklich mit ihrem Leben auf dem Raumschiff Ventura. Sie fühlt sich gefangen in einem starren System, in dem alles vorher bestimmt ist. Sie stellt viele Fragen und äußert ihre Unzufriedenheit auch offen. Das stößt vor allem bei ihrer älteren Schwester Pam auf Unverständnis, die hochschwanger von ihrem Lebenspartner ist und Serens Unzufriedenheit so gar nicht verstehen kann. Manchmal fand ich Seren auch etwas zu negativ und too much.


Seren ist sehr rebellisch und eckt oft an. Als sie dann als Lebenspartner auch noch den Sohn einer Verfechterin des Systems zugewiesen bekommt, scheint die Katastrophe fast vorprogrammiert. Ich konnte auch absolut nachvollziehen, warum sie ihn nicht mag. Das System selbst erlaubt keine Individualität und war wirklich hart. Teilweise werden die Menschen sogar als "Eigentum der Nasa" bezeichnet, als kleine Rädchen im Getriebe.

Dom wiederum ist ein wenig älter als Seren. Er ist ein lockerer, lustiger Typ und scheint auf den ersten Blick das genaue Gegenteil von Seren. Doch mit der Zeit erfährt man immer mehr von Dom und man bekommt auch mit, wie sich die Gefühle zwischen Dom und Seren langsam entwickeln. Man sieht die Katastrophe richtig kommen und ich musste mehr als einmal über die Grausamkeit des Systems schlucken.

Das Ende war hochdramatisch und an Spannung kaum noch zu überbieten. Ich fand es allerdings auch einen Tick unrealistisch und ich finde, es bietet auch Raum für eine Fortsetzung.
Die Sprecherin hatte eine junge Stimme und hat gut zu Seren gepasst. Sie hat die Geschichte flüssig vorgelesen und hat mir gut gefallen.

Eine düstere Dystopie mit einem starren System, in dem es keine Hoffnung auf persönliches Glück zu geben scheint. Trotzdem kämpft die 17-Jährige Seren unermüdlich dafür.
 


1 Kommentar:

  1. Liebe Desiree,

    ich danke dir für deine Rezension.
    Das Buch hat mich schon ein paar Mal neugierig gemacht. :)

    Liebe Grüße
    Ramona

    AntwortenLöschen